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Reizmagen - Funktionelle Magenbeschwerden

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Krankheitsbild

Kamille. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Druck- und Völlegefühl, saures Aufstoßen und Sodbrennen bis hin zur Refluxkrankheit, Appetitlosigkeit, brennende oder krampfartige Schmerzen und ein aufgetriebener Leib, Durchfall oder Verstopfung sind häufige Symptome von funktionellen (nervösen) Magenbeschwerden. Dieser so genannte Reizmagen ist eines der häufigsten Beschwerdebilder unserer Zeit und von stark zunehmender Tendenz, meist verursacht durch eine ungesunde Ernährung, Genussgifte wie Kaffee, Alkohol und Nikotin sowie Stress und eine hektische Lebensweise oder seelische Einflüsse (Kummer, Sorgen). Häufige Ernährungsfehler wie zu schnelles, zu vieles, zu spätes Essen führen zu einer Überlastung des gesamten Magen-Darm-Systems.

Es muss jedoch in jedem Fall vom Arzt ausgeschlossen werden, dass sich andere, ernstere Störungen hinter den Magenbeschwerden verbergen.

Naturheilkundlicher Ansatz

Naturheilverfahren sind bei funktionellen Magenbeschwerden besonders geeignet, ebenso wie bei übersäuertem oder säurearmem Magen, bei Magenschleimhautentzündung sowie begleitend zur Behandlung eines Magengeschwürs. Therapieprinzipien sind hier vor allem die Entkrampfung der Magenmuskulatur (Spasmolyse), die vegetative Stabilisierung sowie die Förderung der Magensaftabsonderung (Sekretion). Immer wird dabei der gesamte Verdauungskanal einer Sanierung zugeführt (Darmsanierung).

Wasser

Zur Kräftigung des Allgemeinzustandes dienen alle den Stoffwechsel anregenden Anwendungen wie:

Wärmeanwendungen auf dem Leib wirken krampflösend, schmerzlindernd und beruhigend:

Ernährung

Bei akuten Beschwerden muss der Magen durch vorübergehendes Fasten bzw. durch individuell verträgliche Schonkost (z. B. Gemüsebrühe, Hafer- oder Reisbrei) entlastet werden, bevor dann vorsichtig auf eine lakto-vegetabile, basische Kost (gedämpftes Gemüse, Milch bzw. Milchprodukte, vor allem Quark, sofern verträglich) übergegangen wird. Unbedingt verzichtet werden muss auf die sogenannten „Säurelocker“ - scharfe Gewürze, Gebratenes und Frittiertes, Süßes, Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Nikotin. Nehmen Sie Speisen und Getränke weder zu heiß noch zu kalt ein.

„Freilich wäre es auch kein Wunder, daß alle möglichen Magenleiden aufgezählt werden könnten, wenn man bedenkt, wie man mit dem Magen umgeht und was der Magen aufnehmen muss.“ (S. Kneipp)

Auch eine mangelhafte Vorverdauung durch schlechtes Kauen und Einspeicheln kann zu Magenbeschwerden führen. Pflegen Sie deshalb Ihre Esskultur: Essen Sie langsam und mit Genuss, nehmen Sie immer nur kleine Bissen in den Mund und kauen sie besonders gründlich - Essen unter Stress und Zeitnot verursacht Magenbeschwerden.

Pflanzen

Kamille. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Dünngebrühte Tees aus:

  • Kamille (entzündungshemmend, entkrampfend, schützend vor Geschwüren)
  • Fenchel, Anis, Kümmel (entkrampfend, entblähend)
  • Pfefferminze (entzündungshemmend, gegen Brechreiz, leicht anästhesierend - schmerzlindernd)

Weitere Anwendungsmöglichkeiten:

  • Bei eher nervösen Magenbeschwerden hat sich Melisse bewährt.
  • Zur Anregung der Sekretion dienen bitterstoffhaltige Pflanzen wie Wermutkraut und Enzianwurzel.
  • Appetitanregend wirken Thymian und Kalmuswurzel.
  • Bei säurebedingten Magenbeschwerden: Leinsamenabsud, Süßholz, Kamille

Bewegung

Maßvolle, mit Freude ausgeübte Bewegung trägt zur Kräftigung des Allgemeinzustandes und damit auch des Magens bei:

  • Walking 
  • Nordic-Walking 
  • Jogging
  • Wandern 
  • Skilanglauf
  • Tanzen

Passive Bewegung in Form von:

Lebensordnung

Achten Sie bewusst auf das richtige Maß von Aktivität und Ruhe sowie auf Stressauslöser und üben Sie aktive Entspannung:

Pflegen Sie darüber hinaus stets eine angemessene Eßkultur:

  • Stimmen Sie sich auf die Mahlzeiten ein (zum Beispiel durch ein Tischgebet)
  • Legen Sie Ruhepausen vor den Mahlzeiten ein - evtl. mit einer Wärmeauflage auf dem Leib.

Kneipp & More

  • Schröpfen über der Magenzone
  • Innere Anwendung von Heilerde (naturreiner Löß = Adsorbens)
  • Zahnärztliche Konsultation, wenn schlechte Zähne / Gebiss Ursache für schlechtes Kauen ist. (Auch das Gebiss kann über eine mangelhafte Vorverdauung zu Magenbeschwerden führen. Bei Verdacht zahnärztliche Konsultation.)
  • Individuelles, ärztlich betreutes Heilfasten 
  • Mayr-Kur unter Anleitung eines erfahrenen Mayr-Arztes

Bitte beachten

  • Die übliche Magenschonkost gewährleistet keine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und ist deshalb nur vorübergehend angezeigt.
  • Heilwasser nach Rücksprache mit dem Arzt.
  • Für KNEIPP haben abhärtende Maßnahmen, allen voran das Barfußgehen, „auch indirekt eine große Einwirkung auf den Magen“, denn, so KNEIPP:



“Je kräftiger die Natur ist, um so tätiger und kräftiger geht die ganze Maschine, und um so leichter wird auch der Magen das bereiten, was die Natur braucht.“ 

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