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Thymian - Thymus vulgaris

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Anwendung

Thymian ist eine aromatische Gewürz- und Heilpflanze mit langer Tradition: Verschiedene Thymian-Arten finden bereits in der Antike Erwähnung. Verantwortlich für den charakteristischen Duft der Pflanze sind bestimmte Bestandteile des ätherischen Öls (Phenole), die antibakteriell und keimtötend sowie schleimlösend und auswurfsfördernd wirken. Deshalb wird Thymian traditionell besonders bei Atemwegserkrankungen mit festsitzendem Husten und bei Bronchitis angewendet.

Auch Sebastian Kneipp empfahl Thymian – zusammen mit Erdbeerblättern – als „Nährmittel“ und „Schutzmittel gegen allerlei Krankheiten“ sowie als Bestandteil eines Frühstückstees:

„Die frischen Blätter der Brombeere sind sehr aromatisch, in Verbindung mit Thymian und Erdbeerblättern geben sie einen ausgezeichneten Frühstückstee. Eine gleiche Verwendung finden die Heidelbeerblätter.“ (S. Kneipp)

Thymian stammt aus der Familie der Lippenblütengewächse und ist im Mittelmeerraum beheimatet.

Vor allem in der mediterranen Küche ist Thymian ein häufig verwendetes Gewürz. Er eignet sich besonders gut zu Fisch-, Fleisch oder Gemüsegerichten. Darüber hinaus fördert Thymian die Verdauung von fetten Speisen.

Bestandteile und Inhaltsstoffe

Medizinisch verwendet wird das Kraut des Echten Thymians sowie des Spanischen Thymians (Thymus mastichiana), das jeweils reich an Gerbstoffen, Flavonoiden und ätherischen Ölen ist. Das charakteristische Aroma ist vor allem durch die im ätherischen Öl enthaltenen, antibakteriell wirkenden Phenole Thymol und Carvacrol bedingt. Die Phenole wirken unter anderem keimtötend, schleim- und krampflösend sowie auswurffördernd.

Wirkungen:

  • bronchienentkrampfend (bronchospasmolytisch )
  • auswurffördernd (expektorationsfördernd)
  • abakteriell

© Dr. Bachmann

Geeignet bei

  • Katarrhen der oberen Luftwege
  • Bronchitis 
  • Reizhusten
  • Keuchhusten (Pertussis)

Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

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Beschreibung

Art der Anwendung

Innere Anwendung:

  • Bei Erkrankungen der Atemwege sowie bei Husten wird Thymian als Teeaufguss oder in Mischungen von Brust- und Hustentees verwendet (evtl. mit Honig süßen)
  • Fluidextrakte (Fertigpräparate). Ein- bis dreimal täglich 1-2 g einnehmen

Äußere Anwendung:

  • Als Aufguss zum Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Zum Inhalieren (einen Aufguss oder max. 2 Tropfen Thymianöl in das heiße Wasser geben)
  • Für Umschläge einen fünfprozentigen Aufguss verwenden
  • Badezusatz (fünfprozentiger Aufguss) - das ätherische Thymianöl wird besonders gut über Haut und Lunge resorbiert
  • Frische Zweigspitzen als Gewürz

Teezubereitung und Dosierung

Soweit nicht anders verordnet 1 TL Thymiankraut mit 1 Tasse kochendem Wasser (ca. 150 ml) übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

Anbau im Garten

Thymian bevorzugt helle, sonnige und trockene Standorte mit sandigem Boden. Die Pflanze ist wärmeliebend und benötigt deshalb Schutz in der kalten Jahreszeit.

Abgeblühte Blütenstände und verwelkte Zweige müssen stets zurückgeschnitten werden, da die Pflanze sonst nicht mehr austreibt.

© Dr. Bachmann

Bitte beachten

Nicht empfohlen werden kann eine dauerhafte Anwendung des ätherischen Öls in Bädern oder Lotions, die großflächig eingerieben werden. Das ätherische Thymianöl soll auch nicht während der Schwangerschaft und bei Kindern angewendet werden.

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Sonstiges

Die Kombination mit weiteren auswurffördernd wirkenden Drogen kann sinnvoll sein.

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