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Melisse - Melissa officinalis; Zitronenmelisse

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Anwendung

Die Melisse wird bereits seit der Antike als Heilpflanze verwendet. Der botanische Name „melissa“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet ‚Biene’ (entlehnt aus grch. melissóphyllon, ‚Bienenkraut’), da die Pflanze während der Blüte gern von Bienen aufgesucht wird. Doch nicht nur für Bienen stellt sie „ein Labsal“ (Johann Gottfried von Herder) dar - wissenschaftlich nachgewiesen ist auch die beruhigende Wirkung der Melisse bei Unruhezuständen, Schlafstörungen, nervös bedingten Herzbeschwerden (daher auch der Name Herzkraut oder Herztrost) sowie Magen-Darm-Beschwerden. Auch die Anwendung bei Lippenbläschen (Herpes simplex) ist inzwischen anerkannt.

Bereits im Mittelalter wurde in den Klöstern ein alkoholischer Auszug aus der Melisse hergestellt. Der heute bekannte „Klosterfrau Melissengeist“ wurde 1611 von den Karmeliterinnen kreiert.

Die Melisse findet darüber hinaus auch als Gewürzpflanze in der Küche Verwendung - hier werden die frischen Blätter mit ihrem zarten Zitronenaroma vor allem Salaten oder Quarkspeisen beigefügt. Melissentee ist besonders wohlschmeckend und eignet sich auch zusammen mit Pfefferminze als erfrischendes Sommergetränk.

Bestandteile und Inhaltsstoffe:

Arzneilich verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter. Diese werden kurz vor der Blüte geerntet, da zu diesem Zeitpunkt der Duft des ätherischen Öls am intensivsten ist. Hauptinhaltsstoffe sind unter anderem Citronellal und Citral, daneben auch Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide.

„Umsonst hat uns der Schöpfer all die wunderbaren Pflanzen und den Verstand nicht gegeben.“ (S. Kneipp)

Wirkungen:

  • beruhigend
  • entblähend
  • krampflösend
  • schwach bakterien- und virenhemmend

Geeignet bei

  • nervös bedingten Einschlafstörungen
  • funktionellen Magen-Darm-Störungen
  • Unruhezuständen
  • Lippenbläschen

Bitte fragen Sie Ihren KNEIPP-Arzt oder Apotheker.

Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht bekannt

Beschreibung

  • Zur innerlichen Anwendung als wohlschmeckender Teeaufguss oder in Form von Frischpflanzenpresssaft (2 bis 4 EL täglich, Kinder 2 bis 3 EL) sowie als Flüssig- und Trockenextrakte.
  • Melissenblätter finden sich oft in Mischungen mit weiteren pflanzlichen Beruhigungsmitteln (z. B. Johanniskraut, Baldrian, Hopfen).
  • Zur äußerlichen Anwendung als Zusatz für Voll- oder Teilbäder (50 bis 60 g Melissenblätter in 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Den Sud in das ca. 38° warme Badewasser geben).
  • Flüssig- und Trockenextrakte
  • Melissengeist
  • Melissenöl wird in Badezusätzen und Salben genutzt.


Teezubereitung und Dosierung:

Für den Teeaufguss 2 TL Melissenblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser (ca. 150 ml) übergießen, zugedeckt max. 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Mehrmals täglich zu und nach den Mahlzeiten 1 Tasse trinken.

Bitte beachten

Nur nach Rücksprache mit dem Arzt bei behandlungsbedürftigen Schilddrüsenerkrankungen.

Sonstiges

  • Ein Bad mit Melissenzusatz am Abend hat eine beruhigende Wirkung (Vorsicht jedoch mit Vollbädern bei niedrigem Blutdruck – wegen der Kreislaufbelastung tritt häufig ein gegenteiliger Effekt ein! Aus diesem Grund sind auch Teilbäder zu bevorzugen!)
  • In der Erfahrungsheilkunde wird Melisse auch bei nervösen Herzbeschwerden sowie als Stärkungsmittel in Erkältungszeiten empfohlen.
  • In der Volksheilkunde werden zerdrückte Melissenblätter bei Lippenbläschen (Herpes) aufgelegt. 
  • Getrocknete Melissenblätter sind Bestandteil von Duftkissen, hilfreich zum Beispiel bei nervös bedingten Einschlafstörungen.
  • Ätherisches Melissenöl ist relativ teuer - um einen Liter Öl herzustellen, werden bis zu 8 Tonnen der Pflanze benötigt. Eine preisgünstige Alternative ist das javanische Citronellaöl, das jedoch andere Inhaltsstoffe als das Melissenöl enthält.
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