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Morbus Crohn

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Krankheitsbild

Wechselfußbad. Foto: www.bitterechtfreundlich.de

Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED), die meist zu immer wiederkehrenden schweren Entzündungen der Darmschleimhaut führt. Betroffen kann dabei ein Teil (regional) oder der gesamte Verdauungskanal (vom Mund bis zum After) sein. Die Entzündungen können in schweren Fällen so weit voranschreiten, dass sie die Darmwand durchbrechen oder zumindest zu Blutungen der Schleimhaut führen. Morbus Crohn verläuft in Schüben, die sich mit zum Teil heftigen Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfällen bemerkbar machen können. Auch kann es zu Entzündungen der Gelenke, der Haut und der Augen kommen.

Morbus Crohn gilt als eine Autoimmunerkrankung – das Abwehrsystem richtet sich dabei gegen körpereigene Zellen. Die Krankheit muss unbedingt vom Arzt behandelt werden, denn bei einem Fortschreiten der Entzündungen des Darmes nimmt das Risiko für Darmkrebs zu.

Naturheilkundlicher Ansatz

Naturheilkundliche Maßnahmen werden bei Morbus Crohn vor allem unterstützend eingesetzt. Die Ursache dieser Erkrankung ist nicht ausreichend geklärt. Krankheitsverschlimmernd aber wirken in jedem Falle eine ungesunde Ernährung sowie Stress. Eine grundlegende Ernährungsumstellung mit allen Komponenten einer Vitalkur für den Darm (Darmsanierung) sowie gezielte Stressbewältigungsstrategien und Entspannungsübungen können deshalb sehr hilfreich sein. KNEIPP-Wasseranwendungen verschiedener Art werden von Betroffenen als sehr wohltuend, entspannend und schmerzlindernd empfunden.

Wasser

Zur Anregung des Stoffwechsels und zur Harmonisierung des Vegetativen Nervensystems dienen vor allem Wechselanwendungen nach KNEIPP, die regelmäßig zur Stärkung des Immunsystems angewendet werden.

Warmanwendungen auf den Leib können mit Wickeln abwechselnd nach Verträglichkeit angewendet werden. Später werden auch Kaltanwendungen (Leibwickel s. u.) als wohltuend empfunden:

  • Wechselduschen 
  • Wechselarmbad 
  • Wechselfußbad 
  • Wechselschenkelguss mit warmer Leibspirale
  • Lumbalguss temperaturansteigend 
  • Heusack Leib 
  • Heiße Rolle 
  • Leibwaschung kalt 
  • Leibwickel kalt
  • Schenkelguß kalt evtl. mit Leibspirale kalt

„Diesen Schenkelguss kann man recht leicht nehmen. Der Unterleib und die ganze Natur ertragen ihn am allerleichtesten.“ (S. Kneipp)

Ernährung

Die chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut stören die Aufnahme der Nähr- und Vitalstoffe. Wichtig ist deshalb eine vitamin- und mineralstoffreiche, den Darm nicht belastende Schonkost. Die Lebensmittel sollten vor allem schonend und werterhaltend zubereitet werden.

  • Essen Sie täglich Gemüse und Kartoffeln - diese Lebensmittel enthalten viele wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
  • Als Basis gerne Haferschleim, Reisschleim nach Vorliebe
  • Auf Fleisch müssen Sie nicht verzichten, doch genügt es dreimal pro Woche als Beilage.
  • Meiden Sie besonders Zivilisationskost wie Weißmehl, Zucker und Süßstoffe, Süßigkeiten, stark Gesalzenes und Konserviertes, große Fleischportionen und Wurstwaren, Kaffee und Alkohol oder süße Limonaden, denn diese Kost ist sehr arm an Inhaltsstoffen und raubt dem Körper überdies noch wertvolle Mineralstoffe und Vitamine.
  • Achten Sie stets auf eine gute Mischung - wenn Rohkost, dann sehr gut gekaut, aber nicht mehr ab 15.00 Uhr.
  • Bevorzugen Sie gegarte bzw. gedünstete Kost.
  • Trinken Sie viel kohlensäurefreies bzw. –armes Mineral- und Heilwasser sowie basische Kräutertees.
  • Die am schwersten verdauliche Kost morgens und mittags essen, abends nur noch sehr leichte Kost, die den Darm bei der nächtlichen Erholung nicht durch Gärungs- und Fäulnisgifte belastet.
  • Bewährt hat sich ein Leinsamenabsud zwischen den Mahlzeiten

Pflanzen

Fenchel. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Zahlreiche Pflanzen wirken positiv auf gereizte, entzündete Verdauungsorgane. Krampflösend und entzündungshemmend wirken vor allem Fenchel, Anis und Kümmel.

  • krampflösend: Fenchel, Kümmel, Kamille, Pfefferminze, Ringelblume, Schafgarbe
  • entblähend: Anis, Fenchel, Kümmel, Melisse, Pfefferminze, Artischocke 
  • bei nervös bedingten Beschwerden: Melisse, Kalmus
  • Leinsamen (als Absud zwischen den Mahlzeiten)
  • Flohsamenschalen – genügend Flüssigkeit nachtrinken!

Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist unerlässlich, um den Darm vital zu erhalten: Durch Bewegung wird die Durchblutung und Sauerstoffzufuhr in den Baucheingeweiden sowie im gesamten Organismus angeregt. Bewegung ist darüber hinaus ein wichtiges Ventil, mit dem verhindert werden kann, dass sich seelische Anspannungen, Wut oder Aggressionen im Inneren stauen und als Verdauungsbeschwerden oder Bauchschmerzen äußern.

Übertreiben sollten Sie Ihr Bewegungsprogramm keinesfalls, denn durch übermäßige Anstrengung wird der Stressnerv aktiviert, der die Durchblutung in den Eingeweiden wieder drosselt.

Bei Morbus Crohn geeignete sanfte Ausdauersportarten sind:

  • Walking 
  • Nordic-Walking 
  • Jogging
  • Wandern 
  • Radfahren
  • zügiges Spazierengehen
  • Tanzen

Aber alles ohne Übertreibung!

Lebensordnung

Seelische Anspannung und innere Verkrampfung können zu allen möglichen Darmerkrankungen führen oder diese verstärken. Das Nervensystem mit seinen Gegenspielern, dem Stress- und dem Ruhenerv (Sympathikus und Parasympathikus) steuert die Durchblutung im Darm und auch die Darmbewegungen sowie die Produktion der Verdauungssäfte. Der Ruhenerv (= Darmnerv) sollte also möglichst die Oberhand behalten. Sorgen Sie in Ihrer Freizeit bewusst für Harmonie und Ausgleich zum Alltagsstress - das bringt auch Ihren Darm wieder ins Gleichgewicht.

Der Stressnerv schadet der Verdauung auf lange Sicht! Nehmen Sie sich deshalb immer genügend Zeit für jede Mahlzeit, machen Sie vor den Mahlzeiten eine Pause, essen Sie langsam, nehmen Sie nur kleine Bissen in den Mund, genießen Sie jeden Bissen ganz bewusst und kauen Sie sehr gut.

Neben einem sanften Ausdauertraining wirken sich auch Entspannungsübungen ausgleichend auf das vegetative Nervensystem und damit auf die Darmtätigkeit aus:

Kneipp & More

  • Individuelles, ärztlich geleitetes Heilfasten 
  • Darmsanierung unter Anleitung und stationärer Überwachung

Bitte beachten

Mangel an Elektrolyten wie Kalium, Calcium, Magnesium sowie Eisenmangel ist eine häufige Begleiterscheinung bei Darmerkrankungen. Dieser äußert sich u. a. in schneller Ermüdbarkeit, Abwehrschwäche, Kreislaufstörungen, Appetitlosigkeit sowie blasser, trockener Haut, brüchigen Nägeln und trockenen Haaren. Achten Sie deshalb auf eine verstärkte Zufuhr mineralstoffhaltiger (individuell verträglicher) Lebensmittel - dies sind vor allem Schwarzwurzeln, Spinat, Schnittlauch und Petersilie, Löwenzahn, Hirse, Haferflocken, Sesam, Sonnenblumenkerne oder Mandeln.

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