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Artischocke - Cynara scolymus

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Anwendung

Die Artischocke ist eine der ältesten Pflanzen gegen Verdauungsbeschwerden. Die Bitterstoffe regen den Appetit an, fördern den Gallenfluss und steigern die Darmbewegungen (Peristaltik). Positiv wirkt sich die Artischocke auch auf Blutfettwerte und Cholesterinspiegel aus. Darüber hinaus wird der Fettstoffwechsel angeregt, so dass sich die Artischocke auch bei Fastenkuren bewährt hat.

Die Artischocke ist eine distelartige Pflanze und gehört zur Familie der Korbblütler. Ihre dachziegelartig angeordneten Blätter können Abmessungen von bis zu 50 cm erreichen. Ihre Blütenkörbchen sind ein wohlschmeckendes Gemüse.


Bestandteile und Inhaltsstoffe

Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter und die Stängel der Pflanze, da diese Flavonoide und Bitterstoffe enthalten. Diese Stoffe dienen zur Anregung des Gallenflusses und bewirken eine bessere Fettverdauung. Vor allem dem in größeren Mengen enthaltenen Bitterstoff Cynarin wird im Zusammenwirken mit den anderen Inhaltsstoffen der Artischocke eine leberschützende Wirkung zugeschrieben.

„Jedes einzelne Kräutlein hat seine eigene individuelle Wirkung.“ (S. Kneipp)

Wirkungen:

  • galletreibend (cholagog)
  • leberschützend (hepatoprotektiv) und die Funktion der Leber unterstützend
  • Blutfett-, cholesterinsenkend (vor allem das „atherogene“ oxidierte LDL betreffend)

© Dr. Bachmann

Geeignet bei

  • Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden) – besonders wenn diese durch eine Störung von Leber und Galle verursacht werden.
  • Appetitlosigkeit, Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Reflux
  • Zur Vorbeugung bei immer wieder auftretenden Gallensteinen (Rezidivprophylaxe)
  • Gallenblasengrieß
  • chronischen Leberkrankheiten
  • arteriosklerotischen Krankheitsbildern im frühen Stadium
  • zur Unterstützung bei Diät- und Abmagerungs- bzw. Fastenkuren, um das Gallensteinrisiko zu senken
  • auch bei Magen-Darmstörungen (Brechreiz) im Rahmen einer Zytostatika–Behandlung.


Bitte halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

© Dr. Bachmann

Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

  • Verschluss der Gallenwege bei Gallensteinleiden
  • Allergie gegen Artischocken oder andere Korbblütler
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre

Neben- und Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

© Dr. Bachmann

Beschreibung

Art der Anwendung:

  • In Fertigpräparaten – z. B. in Form von Kapseln, Dragees, Frischpflanzenpresssaft oder alkoholischen Extrakten wie Tinkturen. Artischockenblätter und -stängel sind als Trockenextrakt in zahlreichen Fertigpräparaten enthalten (z. B. Leber- und Gallemittel)
  • Teeaufguss (bei leichten Verdauungsbeschwerden)
  • Gargemüse (vitamin-, mineral- und ballaststoffreich)

Teezubereitung und Dosierung

Wenn nicht anders verordnet 1 TL fein geschnittene Artischockenblätter mit 1 Tasse heißem Wasser (ca. 150 ml) übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Vor den Mahlzeiten jeweils 1 Tasse trinken.

© Dr. Bachmann

Sonstiges

  • Artischockenherzen gelten zwar als Delikatesse, enthalten jedoch weniger gesundheitsfördernde Bitterstoffe als die Blätter.
  • Die Artischocke wurde 2003 zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

© Dr. Bachmann

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