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Güsse

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Anwendung

Die Güsse sind die eigentliche Entdeckung KNEIPP’s.

Güsse sind besonders im häuslichen Bereich eine hervorragende Möglichkeit zur "Abhärtung" sowie zur Behandlung chronischer Krankheiten.

„Wer das Gießen versteht, ist ein Künstler in der Heilkunde.“ (S. Kneipp)

Man unterscheidet zwei Arten:

  • Flachgüsse (z. B. Knieguss: Flachgüsse werden mit geringem Druck verabreicht, so dass die Haut vom Wasser weich ummantelt wird – damit das Wasser gleichmäßig, „wie eine Wasserplatte“ (KNEIPP) hinunterläuft.
  • Druckstrahlgüsse (z. B. Blitzguss: der druckmechanische Reiz des Wasserstrahls ist größer als bei einem Flachguss)

Flachgüsse können kalt (bis 18 °C), temperiert (19-22 °C), im Wechsel warm (36-38 °C) und kalt sowie ansteigend (von der Hauttemperatur ausgehend bis ca. 43 °C) gegeben werden.

Blitzgüsse (Druckstrahlgüsse) werden aus einer Entfernung von 2-4 m mit einem Druck von 1-3 atm aus einem entsprechenden Gießschlauch mit Metalldüse (3-4 mm Durchmesser) verabreicht. Auch hier sind kalte, wechselwarme oder ansteigende Temperaturstufen möglich.

Die Blitzgüsse bieten die stärksten Reize; sie setzen deshalb eine vorhergehende langsame Anpassung an die Reizstärke im Kurverlauf einer KNEIPP-Kur voraus. Ihre Anwendung (z. B. als Abhärtungsmaßnahme sowie zur Stoffwechselanregung) muss vom KNEIPP-Arzt kritisch abgewogen werden gegenüber den Kontraindikationen (u. a. gesteigerte nervöse Erregbarkeit bei Schilddrüsenüberfunktion, Asthma bronchiale und reduzierte Anpassungsfähigkeit im Herz-Kreislauf-System, z. B. schwere Arteriosklerose, Venenprobleme u.a.).

Wirkungen der Güsse:

  • Stabilisierung im Wärmehaushalt– die Wirkung der Güsse vor allem im Bereich der feinen Haargefäße (Kapillaren), Venen und Lymphgefäße ist wissenschaftlich gut nachgewiesen.
  • Reflektorische Wirkung– je nach dem behandelten Körpergebiet werden auch Organe angesprochen (Knie- und Schenkelguss wirken auf Blase und Darm sowie Rückenmuskulatur, Hämorrhoiden und auf Organe im Bauchraum und im kleinen Becken, Armguss und Oberguss wirken auf die Organe des Atmungs- und Herzkreislaufsystems).

Mit den verschiedenen Güssen kann so „vorzüglich auf die einzelnen Körperteile eingewirkt werden“ – und alle zusammen wiederum „wirken auf den ganzen Körper“ ein. (S. Kneipp)

  • Ansteigende oder heiße Güsse (Nackenguss, Lumbalguss) können besonders wirksam eingesetzt werden im Bereich der entsprechenden Wirbelsäulenmuskulatur.
  • Der Gesichtsguss (bzw. „Schönheitsguss“) hat eine stoffwechselanregende und kosmetische Wirkung (Tonisierung der Haut) und wird bei chronischen Erkrankungen der oberen Luftwege sowie im Bereich von Stirn- und Kieferhöhlen eingesetzt.

Für alle Güsse gilt:

  • Konzentration auf die Anwendung.
  • Bei kalten Güssen vorher einatmen und mit Beginn des Gusses langsam ruhig ausatmen. Auf ruhige Atmung sowie entspannte Körperhaltung während des Gusses achten.
  • Nicht bei Kältegefühl, Frösteln und nie auf kalter Haut anwenden – vorher ggf. Erwärmung durch Bewegung bzw. warme Kleidung. (Kneipp ließ seine Patienten das Wasser vorher pumpen, mit dem er sie anschließend behandelte.)
  • Güsse nie unmittelbar nach dem Essen – mindestens ½ bis ¾ Stunde damit warten.
  • Der Raum muss ausreichend warm sein (mindestens 18° C).
  • Der zeitliche Abstand zu körperlichen Anstrengungen sollte mindestens ½ Stunde betragen.

Was wird benötigt?

  • Gummischlauch (Länge ca. 1,5 m, Durchmesser ¾ Zoll [20 mm] oder
  • KNEIPP-Gießrohr - erhältlich über Ihren KNEIPP-Verein oder über info@kneipp-verlag.de

© Dr. Bachmann



Bitte beachten

Ruhig atmen

© Dr. Bachmann


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