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Niedriger Blutdruck - Hypotonie

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Krankheitsbild

Von einem niedrigen Blutdruck spricht man, wenn der untere Grenzwert von 100 bis 110 mm Hg (systolisch) und von 60 bis 70 mm Hg (diastolisch) unterschritten wird. Dabei müssen jedoch keine Beschwerden auftreten. Häufiger wird jedoch über Allgemeinstörungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall, Wetterfühligkeit, Herz-Kreislaufstörungen wie Herzklopfen, Herzstolpern, Schwindel, Augenflimmern oder Ohrensausen geklagt. Oft bestehen bei niedrigem Blutdruck auch Verdauungsstörungen.

Das Orthostase-Syndrom (Fachbegriff für Kreislaufschwäche bei niedriger Blutdrucklage) ist eine Fehlfunktion des Kreislaufs, die zu ungenügender Anpassung der kleinen Blutgefäße im Stehen und Sitzen sowie bei Lagewechseln von Stehen und Sitzen führt. Blut versackt dann in den Beingefäßen, und es kommt zum Blutdruckabfall. Symptome sind zum Beispiel Schwarzwerden vor den Augen, Ohrensausen oder Schwindel.

Naturheilkundlicher Ansatz

Niedriger Blutdruck gilt vor allem als eine Störung des Kreislaufs und nicht als Krankheit. In vielen Fällen ist es deshalb hilfreich, für eine Verbesserung der Durchblutung und der Sauerstoffversorgung zu sorgen - dies gelingt hervorragend mit allen 5 Elementen der Kneipp-Therapie.


"Auf den ganzen Körper muß deshalb eingewirkt werden, damit eine gleichmäßige Blutzirkulation eintritt.“ (S. Kneipp) 

„Wie eine Mühle durch den Wasserstrom getrieben wird, so wird durch die Wasserwendung die ganze Natur in größere Tätigkeit gesetzt und bekommt mehr Frische. […] Eine gute Mühle geht zugrunde, wenn nicht die Kraft des Wassers alles in gutem Gang hält.“ (S. Kneipp) 

Im Akutfall gilt:
Oberkörper flach auf den Boden legen und die Beine im 90° - Winkel nach oben!

Wasser

Kreislaufanregend und damit durchblutungsfördernd wirken alle KNEIPP-Anwendungen, die am besten vorbeugend den Kreislauf aktiv und stabil halten:

  • Wechselduschen 
  • Trockenbürsten (vor allem bei morgendlicher Müdigkeit und Anlaufschwierigkeiten)
    (Variation: Trockenbürsten einzelner Körperteile - Teilbürstungen nur des Oberkörpers oder nur des Unterkörpers)
  • Wechselanwendungen wie Wechselarmbad, Wechselfußbad, Wechselarmguss 
  • Ganzwaschungen, zunächst evtl. nur Oberkörperwaschung 

Mit diesen Maßnahmen wird auch der Wärmehaushalt reguliert - damit kann besonders chronisch kalten Händen und Füßen (Durchblutungsstörungen), unter denen Menschen mit niedrigem Blutdruck sehr oft leiden, wirksam begegnet werden.

Ernährung

Bei niedrigem Blutdruck muss besonders auf eine mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung (vor allem Gemüse und - in Maßen - verträgliches Obst) geachtet werden. Dadurch können Blutzuckerschwankungen (diese verstärken häufig die Symptome!) vermieden werden. Wichtig ist es auch, viel zu trinken - dies trägt zur besseren Durchblutung und Sauerstoffversorgung vor allem des Kopfes bei. Geeignete biologisch wichtige Getränke sind stilles bzw. kohlensäurearmes Mineralwasser, natriumreichere Heilwässer / Quellwasser sowie geeignete (dünn gebrühte) Kräutertees.

Genussmittel wie Kaffee, schwarzer Tee oder Alkohol können in Maßen genossen werden, aber immer zusammen mit sehr viel biologischer Flüssigkeit (pro Tasse Kaffee mindestens zwei, besser drei bis vier Gläser Wasser)

Pflanzen

Rosmarin. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Eine anregende Wirkung auf den Kreislauf haben besonders Rosmarin und Weißdorn.
Rosmarin eignet sich darüber hinaus - neben Fichtennadeln - auch als Badezusatz.

Bewegung

Schwankungen des Blutdrucks treten vermehrt bei Bewegungsmangel auf. Spaziergänge sowie sanfte Ausdauersportarten (z. B. Walking, Nordic Walking, Wandern, Skilanglauf) und Gymnastik sollten deshalb regelmäßig in den Tagesablauf integriert werden. Das entsprechende Angebot finden Sie beim KNEIPP-Verein in Ihrer Nähe.

Lebensordnung

Ein ausgewogenes Verhältnis von Ruhe und Arbeit, Anspannung und Entspannung sollte stets angestrebt werden. Daneben verbessern Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Yoga sowie Atemübungen die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Kneipp & More

  • Sauna ist gut geeignet - allerdings vorsichtiger Lagewechsel und große Trinkmengen vor den Saunagängen und nachher.
  • Trinken von Mineral- und Heilwässern führt durch den Gehalt an basischen Elektrolyten wie Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium zu einer besseren Kreislauf- und Nervenstabilität

Bitte beachten

  • Niedriger Blutdruck ist keine Krankheit - die Nebenwirkungen können durch gesundheitsförderliches Verhalten (vgl. Sebastian KNEIPPS „So sollt Ihr leben“) positiv beeinflusst werden.
  • Mit der sanften Anregung der Wasseranwendungen tritt die nach Kaffee (Gefahr der Austrocknung durch Nierenanregung!) und anderen koffeinhaltigen Substanzen häufige Verstärkung des Müdigkeitsgefühles nicht auf.
  • Vorsicht bei warmen Vollbädern - diese werden bei niedrigem Blutdruck meist gar nicht gut vertragen! - in jedem Falle: nicht zu heiß, nicht zu lang, langsam aufstehen und kühl bis kalt abgießen. (Weniger anstrengend und besser bekömmlich sind Teilbäder oder Dreiviertelbäder.)
  • Kommt es beim Orthostase-Syndrom zur Ohnmacht: Rückenlage und Hochlagerung der Beine als Erste-Hilfe-Maßnahme.
  • Kaffee hilft langfristig nicht bei niedrigem Blutdruck, da die Nieren zur vermehrten Ausscheidung (und damit Austrocknung) angeregt werden.
  • Schlafstörungen können vor allem bei einer höheren Koffein-Dosis auftreten - besser Wechselanwendungen nach KNEIPP, z. B. das Armbad als „Tasse Kaffee der Naturheilkunde
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