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Gallenerkrankungen

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Krankheitsbild

Aufgabe der Galle ist vor allem die Fettverdauung: Dazu wird Gallenflüssigkeit von den Leberzellen produziert und entweder in die Gallenblase zur Speicherung oder bei Bedarf auch direkt in den Darm ausgeschieden. Ändert sich jedoch die Zusammensetzung der Galle, so kann es zu Gallenerkrankungen und besonders zur Bildung von Gallensteinen kommen. Gallensteine verursachen oft akute und chronische Entzündungen der Gallenblase. Wandert ein Stein aus der Gallenblase in den Gallengang, so kann dies Koliken oder auch ein Gallenblasenempyem (Eiteransammlung in der Gallenblase als Folge einer Gallenblasenentzündung) verursachen.

Charakteristische Symptome einer Gallenblasen- oder Galllengangserkrankung sind plötzlich auftretende Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen sowie Gelbsucht.

Naturheilkundlicher Ansatz

Artischocke. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Der naturheilkundliche Ansatz besteht vor allem in der Anregung des Gallenflusses durch Pflanzen (Artischocke) und damit der Förderung der Fettverdauung. Auch die Vermeidung der Steinbildung durch geeignete Maßnahmen (Pflanzen, Heilwässer) sind Domänen der naturheilkundlichen Gallebehandlung.

„Im Essen und Trinken mäßig sein ist zu empfehlen.“ (S. Kneipp)

Wasser

Bei Krämpfen:

  • Heusack auf den Leib
  • Ansteigende Fußbäder 
  • Einlauf

Bei Gallenblasenentzündung wird in der Klinik häufig eine „Eisblase“ aufgelegt, um über konsensuelle Reaktionen die Entzündung zu dämpfen, bis die Entscheidung für oder gegen eine Operation getroffen ist.

Ernährung

Bei Erkrankungen der Galle muss auf eine individuell verträgliche, leicht verdauliche, überwiegend basische, an Gemüse, Kartoffeln und Milchprodukten reiche (lakto-vegetabile) Ernährung geachtet werden. Eine Überernährung fördert die Entstehung von Gallensteinen. Auch auf die Auswahl der richtigen Fette ist zu achten - geeignet sind vor allem gut verdauliche kaltgepresste pflanzliche Öle.

Bei Gallenerkrankungen sind - nach Rücksprache mit dem Arzt  - auch magnesiumsulfathaltige Heilwässer zu empfehlen. Unbedingt gemieden werden müssen Alkohol, Kaffee und alle schwer verdaulichen und unverträglichen Speisen sowie Fettes und Gebratenes.

„Die einfachste Kost ist gewöhnlich die beste.“ (S. Kneipp)

Pflanzen

Mariendistel. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

  • Zur Förderung des Gallenflusses bzw. der Gallensekretion:
    Schöllkraut, Schafgarbe, Löwenzahnwurzel und -kraut, Pfefferminze, Kurkuma, Wermut
  • Krampflösend wirken:
    Kamille, Schafgarbe, Schöllkraut
  • Schutzwirkung für die Leber (hepatoprotektiv):
    Mariendistel, Artischocke 

Bewegung

Bewegung fördert die Durchblutung und die Sauerstoffzufuhr und ist darüber hinaus ein ganz natürliches Mittel zur Verdauungsförderung.

Zusätzlich kann eine Bindegewebsmassage für eine bessere Durchblutungssituation sorgen.

Lebensordnung

Ständiger Stress kann sich auch negativ auf die Galle sowie auf die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit auswirken. 

Gezielt eingesetzte Entspannungstechniken können Stressbelastungen reduzieren helfen:

Wichtig ist vor allem auch Ruhe vor den Mahlzeiten - möglichst mit warmer Leibauflage, (Heusack, Wärmflasche)

Kneipp & More

  • Darmsanierung 
  • Individuelles Heilfasten unter ärztlicher Betreuung
  • Entlastungstage (z. B. Molke-, Reis-, Kartoffeltage)

Bitte beachten

  • Ein Einlauf (ca. 37-38 °C) wirkt entkrampfend, auch bei Gallenkolik
  • Der Wortstamm „Chol-“ bei Cholezystitis (Gallenblasenentzündung) etc. ist auch im Wortstamm Choleriker sowie Melancholiker enthalten - ein Hinweis auf die engen Zusammenhänge mit der „überlaufenden“ Galle auf die psychische Disposition des Menschen.
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