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Ernährungsaufbau nach dem Heilfasten

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Anwendung

An das Fasten schließt sich ein allmählicher Kostaufbau in Stufen an. Dabei sollte keine Stufe übersprungen werden, da sich Enzymsysteme und Darmflora erst allmählich auf das Kostangebot einstellen und eine entsprechende Verdauungsleistung nach der Schonung aufbauen müssen.

Der Ernährungsaufbauplan verbindet zwei entscheidende Kriterien der Ernährungstherapie miteinander:

    • Der Ernährungsaufbau folgt im wesentlichen der individuellen Verträglichkeit. Es haben sich dabei bestimmte Stufen bewährt, die anfangs eine leicht verträgliche Kostform umfassen und später allmählich auf schwerer Verdauliches bis hin zu einer individuell verträglichen und bekömmlichen alltagstauglichen Ernährungsweise führen.
    • Der Aufbau richtet sich weitgehend nach der individuellen Verträglichkeit auch gegenüber möglicher allergener Potenz der Nahrungsmittel (mit Ausnahme der Milchprodukte; eine Unverträglichkeit gegen Milch tritt jedoch schon während des Fastens deutlich zutage).
    • Individuelle Unverträglichkeiten werden dabei meist gut erkannt und können berücksichtigt werden. Übrigens sind Unverträglichkeiten nicht identisch mit Allergien - und wesentlich häufiger als letztere.

© Dr. Bachmann

Geeignet bei

Bei allen Fastenformenist ein gekonnter, individueller Aufbau erforderlich. Die Zeit des Aufbaus sollte ein Drittel der eigentlichen Fastenzeit nicht unterschreiten.

Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.© Dr. Bachmann

Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

Obwohl das Fasten von Sebastian KNEIPP nicht in der heute aktuellen und modernen Form empfohlen wurde, sind seine „Fastenregeln“ durchaus gut übertragbar. Berücksichtigt werden muss dabei, dass die Menschen zu KNEIPPs Zeiten wesentlich mehr körperliche Arbeit zu verrichten hatten und insgesamt - bis auf wenige Ausnahmen - die Nahrungsangebote spärlicher waren. Das von KNEIPP empfohlene Ausreichen einer dreimal täglichen Nahrungsaufnahme könnte bei den heutigen Lebensgewohnheiten durchaus auf 2 x täglich gesenkt werden:

„Für gewöhnlich reicht ein dreimal tägliches Essen am Tage ganz gut aus. Wie viele gibt es, die erst Stunden beraten, was sie wohl essen möchten; wenn dann gegessen ist, kommt die weitere peinliche Frage: „Ja, was denn jetzt tun, damit die Verdauung gut vonstatten geht?“ Seht, ich kann so etwas nicht begreifen; für was leben denn solche Leute? Wenn man vom Tische aufsteht mit dem Gefühle, voll zu sein, dann hat man des Guten schon zu viel getan….“
(S. Kneipp) 

© Dr. Bachmann

Beschreibung

Stufe A1 (Aufbau 1)

Morgens:
Knäckebrot und Magerquark/Bioghurt
Mittags:
Basensuppe
Abends:
Knäckebrot und Magerquark/Bioghurt

Stufe A2 (Aufbau 2)

Morgens:
Knäckebrot und Käse (mild, fettarm)
Mittags:
Kartoffeln und gedünstetes, reizarmes Gemüse (z. B. Karotten, Gurken, Zucchini)
Abends:
Knäckebrot und Käse (mild, fettarm)

Stufe V1 (Vitalkost 1)

Brot:
Knäckebrot, Kur-(Dinkel)semmel
Salat:
Blattsalat, Feldsalat
Müsli:
Hirse
Obst: 
Bananen, süße Äpfel (vormittags!), Avocado, Honigmelone
Gemüse (gedämpft):
Karotten, Zucchini, Spargel
Milchprodukte:
Bioghurt, Magerquark, Frischmilch, Buttermilch, Kefir
Sonstiges: 
Kartoffeln, geschälter Reis, Hirse
Suppen:
Kartoffelsuppe, Wurzelbrühe, Basensuppe

Stufe V2 (Vitalkost 2)

Brot: 
Graubrot (2-3 Tage alt), ohne grobe Körner
Salat:
Blattsalat, Lollo Rosso, Eissalat
Müsli:
Haferflocken, geschroteter Buchweizen, Dinkel
Obst: 
Mango, Papaya, Ananas
Gemüse (gedämpft):
Fenchel, Kohlrabi, Mangold, Spinat
Milchprodukte:
fettarmer Käse
Sonstiges:
Putenwurst, einmal wöchentlich Forelle blau, Mais

Stufe V3 (Vitalkost 3)

Brot:
Vollkornbrot (2-3 Tage alt)
Müsli:
Sechskornmüsli (und Zutaten)
Salat:
Chinakohl, Tomaten
Obst:
Beerenobst, saure Äpfel, Birne, Kiwi
Gemüse:
(Paprika), Sellerie, Knoblauch, Rot- und Weißkohl
Sonstiges:
mageres Rindfleisch, Huhn, Ei
Rohkost:
Rote Rüben, Möhren, Kohlrabi, Gurken

Erst wenn die Nahrungsmittel einer Stufe gut vertragen werden, sollte der Übergang zur nächsten Stufe erfolgen. Nach dem Fasten treten Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten, die vorher möglicherweise „maskiert“ waren, deutlich zutage.

© Dr. Bachmann

Bitte beachten

  • Unverträglichkeitsreaktionen sind Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen, Krämpfe, Durchfall, Kreuzschmerzen, Kopfschmerzen etc. – hier sollte dann in der Aufbaustufe zurückgegangen bzw. das betreffende Nahrungsmittel gemieden werden.
  • Während der Aufbaustufen sollten gemieden werden:
    - Öl- und sahnehaltige Speisen
    - scharfe Gewürze
    - Bohnenkaffee
    - fettes Fleisch
    - Spirituosen
    - Hülsenfrüchte, Lauch, Schnittlauch, Zwiebeln
    - übermäßig viel Salz
  • Während des Nahrungsaufbaus sind folgende Ess-Regeln ganz besonders zu beachten:
    - den Genuss von Obst und Rohkost nach 15 Uhr
      vermeiden
    - abends möglichst wenig Nahrung zu sich nehmen - spätestens um 17.00 Uhr essen,
      danach nur noch Kräutertees (19.00, 21.00 Uhr)
    - viel trinken (nur zwischen den Mahlzeiten!)
    - langsam essen, um das nach etwa einer
      Viertelstunde eintretende Sättigungsgefühl
      nicht zu überspielen
    - in Ruhe essen und genießen:
      keine Ablenkungen durch Fernsehen, nebenher
      lesen und dergleichen.

© Dr. Bachmann

Sonstiges

Während des Nahrungsaufbaus sollte der Darm hinsichtlich der Verdauungsleistung unterstützt werden durch:

  • Wärmflasche auf den Bauch vor den Mahlzeiten und zum Einschlafen
  • Strenges Beachten des Sättigungsgefühles: Aufhören, wenn der erste Hunger verschwindet (Hunger ist nicht zu verwechseln mit Appetit!)
  • Keinesfalls zu spätes Essen
  • Empfohlene Präparate zur Darmberieselung ggf. nach Empfehlung weiter einnehmen (z. B. Bitterwasser in absteigender Dosierung zur Galleentstauung)
  • Pflanzen zur Unterstützung der Verdauungsleistung, z. B. Artischockenpräparate bei Bedarf und zur Verhinderung von Beschwerden (Blähungen, Fettunverträglichkeit, Sodbrennen)
  • Morgens weiterhin ein Glas Wasser trinken, um den Magen-Darm-Reflex zu schulen
  • Auch der Wärmehaushalt verdient nach dem Fasten noch eine besondere Beachtung: Die Neigung zu Frieren und Frösteln besteht durch die andere Ernährungsweise häufig weiter. KNEIPP-Wasseranwendungen wie Fußbäder, kreislaufanregende Güsse sollten weitergeführt werden.
  • Wenn auch nicht alle guten Vorsätze während des Fastens in den Alltag hinübergerettet werden können, so sollten unbedingt die Kardinalfehler (zu schnell, zu spät, zu viel, zu sauer etc.) weiter vermieden werden!
  • Ausreichendes Trinken zwischen den Mahlzeiten - am besten basische Heilwässer, KNEIPP-Kräutertees) weiterführen!
  • Regelmäßige, vorbeugende Fastenkuren in Ihrem KNEIPP-Verein z. B. 2 x jährlich stellen immer wieder die Möglichkeit zu einer gesundheitlichen Neuorientierung dar!
  • Bei Interesse erkundigen Sie sich nach Ausbildungskursen zum Fastenleiter in der Sebastian-KNEIPP-Akademie (www.kneippbund.de). Sie finden 1 x jährlich in Bad Wörishofen statt.

© Dr. Bachmann

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