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Kopfdampf

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Anwendung

Wasserdampf erreicht auch versteckt liegende Organe. Der aufsteigende Dampf gelangt beim Einatmen in die oberen Luftwege – in Nase, Nebenhöhlen, Rachen, Kehlkopfbereich und obere Bronchien. Durch die Wärme wird der Stoffwechsel der Schleimhäute angeregt – dadurch werden sie besser durchblutet, durchfeuchtet und gereinigt. Auf die Gesichtshaut hat der Kopfdampf eine gefäßerweiternde, durchblutungsfördernde und reinigende Wirkung

„Was das Wort Kopfdampf sagt, ist klar: Der ganze Kopf soll in Schweiß kommen und der Dampf überallhin dringen.“ (S. Kneipp)

Wirkung:

  • schleimlösend
  • sekretionsfördernd
  • entzündungswidrig
  • durchblutungsfördernd
  • hautreinigend
  • schweißtreibend
  • stoffwechselanregend
  • krampflösend
  • schmerzstillend
  • bronchienerweiternd

© Dr. Bachmann

Geeignet bei

  • Nebenhöhlenentzündungen (akut und chronisch)
  • degenerativen Schleimhauterkrankungen der oberen Luftwege sowie im Nasen- und Rachenraum
  • Hautunreinheiten (Akne)
  • gefäßbedingten (vasomotorischen) Kopfschmerzen 
  • Erkältungskrankheiten, Schnupfen, Husten, Heiserkeit
  • Kehlkopfentzündungen, Heiserkeit, Laryngitis

Bitte halten Sie Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker.

© Dr. Bachmann

Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

  • grünem / grauem Star
  • entzündlichen Hauterkrankungen
  • starker Arterienverkalkung
  • starkem allgemeinem Schwächezustand

© Dr. Bachmann

Beschreibung

Benötigt werden:

  • ein Hocker
  • Topflappen
  • kochendes Wasser (drei bis fünf Liter)
  • 1 Laken
  • 1 große Wolldecke
  • Zusätze (siehe unten)



So wird’s
gemacht:

  • Die Anwendung erfolgt am besten nachmittags von ca. 15 bis 17 Uhr (mehrmals täglich bis dreimal in der Woche).
  • Drei bis fünf Liter Wasser zum Sieden bringen.
  • Den Topf am besten auf einem Hocker platzieren.
  • Die Zusätze (z. B. ätherische Öle wie Thymian, Eukalyptus, Fichtennadel o. ä.) dem Wasser zufügen.
  • Zur Sicherheit möglichst einen Rost (Holzlattenrost o. ä.) über den Topf legen.
  • Für eine möglichst bequeme Sitzhaltung ohne Einschnürung sorgen.
  • Den entkleideten Oberkörper über den Topf beugen.
  • Kopf und Oberkörper mit Leintuch und Wolldecke so abdecken, dass möglichst kein Dampf entweichen kann.
  • Acht bis zehn Minuten (gegebenenfalls bis 20 Minuten) die Dämpfe durch Mund und Nase einatmen.
  • Anschließend das Gesicht mit Wasser von indifferenter (Haut-)Temperatur – ca. 37 ° C waschen.
    Bei chronischen Erkrankungen z. B. der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) eine kalte Abgießung des Gesichts oder einen kalten Gesichtsguss vornehmen.
  • Anschließend etwa eine Stunde Bettruhe.
  • Keinesfalls sofort an die kühle Luft gehen.

© Dr. Bachmann

Bitte beachten

  • Auf warme Füße achten, deshalb die Anwendung nicht auf kaltem Boden vornehmen!
    Warme Socken, Hausschuhe oder ein dickes Handtuch helfen, ein Auskühlen des Körpers zu vermeiden.
  • Bei Kreislauflabilen besteht Kollapsgefahr – deshalb den Kopfdampf nur in Anwesenheit einer Aufsichtsperson vornehmen.
  • Bei Krankheiten ist eine ärztliche Verordnung erforderlich.

© Dr. Bachmann

Sonstiges

Anwendung nach dem Kopfdampf:

  • Bei chronischen Erkrankungen, insbesondere der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), bei chronischer Infektanfälligkeit im Nasen-Rachen-Raum und Austrocknung der Schleimhäute empfiehlt sich anschließend ein kurzes kaltes Abgießen oder Abwaschen des Gesichts.

„Denn der Fenchel-Dampf löst, wenn er eingeatmet wird, auch nach innen, was aufzulösen ist.“ (S. Kneipp)

Mögliche Zusätze:

  • Ätherische Öle, z. B. Pfefferminz-, Eukalyptus-, Thymian -, Fichtennadelöl (Dosierung
    jeweils nach Herstellerhinweis)
  • Kneipp empfahl als Zusatz auch Fenchel, der sowohl für die Augen, für die Ohren als
    auch für den Magen bestens geeignet ist.
  • Kamillenblüten (ca. eine Handvoll) oder Kamillentee-Beutel (vier Stück auf fünf Liter
    Wasser) oder Fertigpräparate, z. B. Kamillosan, Perkamillon

© Dr. Bachmann

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