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Hopfen - Humulus lupulus

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Anwendung

Hopfen kann als kletterndes Schlinggewächs eine Höhe von bis zu 6 Metern erreichen. Botanisch zählt er zu den Hanfgewächsen (Cannabinaceae).

Hopfen-Tee ist ein mild wirkendes Beruhigungsmittel bei Unruhe, Angstzuständen und Schlafstörungen. Durch den Gehalt an Bitterstoffen stärkt Hopfen den Magen, wirkt verdauungsfördernd und appetitanregend, hilft bei nervös bedingten Herzbeschwerden und - aufgrund seines Gehalts an Phyto-Östrogenen - bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden der Frau. Nachgewiesen werden konnte auch eine deutlich bakterienhemmende Wirkung, die bereits in der Volksmedizin bekannt war: So wurde er etwa bei Blasenkatarrh zur Durchspülung sowie zur äußerlichen Behandlung von Hautverletzungen oder Geschwüren eingesetzt. Auch dem Bier verleihen die Hopfenbitterstoffe den charakteristisch würzigen Geschmack.

Bestandteile und Inhaltsstoffe

Arzneilich genutzt werden die Hopfenzapfen, die sich nur aus den weiblichen Blütenständen bilden. In ihren Schuppen befinden sich die Hopfendrüsen, die die wesentlichen Wirkstoffe enthalten - z. B. die Hopfenbitterstoffe Humulon und Lupulon, die für die beruhigende und schlaffördernde Wirkung verantwortlich sind. Die Bitterstoffe hemmen außerdem Bakterien und regen die Magensaftsekretion an. Darüber hinaus enthalten die Zapfen Gerb- und Aromastoffe, Flavonoide und ätherisches Öl, in dem bisher mehr als 100 Wirkstoffe nachgewiesen werden konnten.

Wirkungen:

  • beruhigend
  • schlaffördernd
  • bakterienhemmend
  • verdauungsfördernd, appetitanregend

Geeignet bei

  • Unruhe- und Angstzuständen
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitmangel

Bitte halten Sie Rücksprache mit dem KNEIPP-Arzt oder Apotheker.

Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht bekannt.

Beschreibung

  • Als Tee oder Abkochung (die geschnittene Pflanze oder als Pflanzen- bzw. Trockenextraktpulver)
  • Hopfen wird - auch aus Geschmacksgründen - häufig Teemischungen wie Magen- und Schlaftees beigegeben: Bei Schlafstörungen, Unruhe- und Angstzuständen kann die Wirkung von Hopfentee gesteigert werden, wenn er mit Baldrian oder Melisse gemischt wird.

Teezubereitung und Dosierung:

Wenn nicht anders verordnet, wird 1 TL geschnittener Hopfenzapfen mit 1 Tasse (ca. 150 ml) kochendem Wasser übergossen. Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Mittags und abends je 1 Tasse trinken. Die Einzeldosis beträgt 0,5 g.

Aus Geschmacksgründen wird Hopfentee gerne mit weiteren beruhigend wirkenden Pflanzen wie Melisse und Baldrian (zu gleichen Teilen) gemischt.

Bitte beachten

Hopfenzapfen enthalten ein Phyto-Östrogen, aber in vernachlässigbarer Menge. Während der Schwangerschaft oder bei Kindern unter 12 Jahren sollte daher keine Anwendung erfolgen.

Die frische Hopfenpflanze kann Allergien auslösen („Hopfenpflückerkrankheit“). Die klassische Allergie-Reaktion besteht in Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Bindehautentzündung und Hautausschlag, teils mit Blasenbildung.

Andere Gegenanzeigen: fieberhafte Infekte, Herzinsuffizienz oder Hypertonie.

Bei nässenden, großflächigen Ekzemen oder Hautverletzungen keinen Hopfen als Badezusatz verwenden

Sonstiges

  • Bei Schlafstörungen wird traditionell auch ein mit Hopfenzapfen gefülltes Duftkissen empfohlen, das unter oder neben das Kopfkissen gelegt wird (dazu die Hopfenzapfen in ein Baumwoll- oder Leinenkissen füllen). Ätherische Öle des Hopfens werden so freigesetzt und ermöglichen ein leichteres Einschlafen.
  • Hopfen wird in Mitteleuropa etwa seit dem 8. Jahrhundert angebaut - als Mönche begannen, Bier damit zu brauen. Der größte Teil der Hopfenernte wird für die Bierproduktion verwendet. Die Hallertau in Bayern gilt weltweit als das größte Hopfen-Anbaugebiet.
  • Als traditionelles, nahrhaftes Genussmittel billigte auch Sebastian KNEIPP Bier in Maßen - obwohl er Wasser stets den Vorzug gab:

"Das „unverfälschte Getränk, das in jedem Quell der liebe Herrgott spendet, beides genügsam gebraucht, ist dem Menschenkörper am besten und förderlichsten. Ich bin jedoch nicht Puritaner und gestatte gern ein Glas Wein oder Bier, lege demselben aber durchaus nicht die allgemein beliebte Bedeutung bei. […] Damit ist aber nicht gesagt, dass man gar kein Bier trinken, sondern nur, dass man im Bier nicht sein Heil suchen solle. Warum soll ein Glas Bier, wenn es erwärmt und die Verdauung unterstützt, verworfen werden? […] Trinkst du aber Bier, so gehe über ein oder zwei Glas nicht hinaus!“ (S. Kneipp)

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