Gesundheitsratgeber
Haben Sie Beschwerden oder möchten Sie für Ihre Gesundheit vorsorgen, zum Beispiel durch regelmäßige Kneipp-Anwendungen?
Dann geben Sie im Suchfeld bitte einen Suchbegriff ein (z.B. Migräne) oder klicken Sie auf einen Buchstaben:

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Pfefferminz. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich
Bei Migräne liegt eine Funktionsstörung der Blutgefäße und der die Blutgefäße regulierenden Nerven vor. Vor einem Migräneanfall verengen sich die Gefäße, wodurch die Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gehirn vermindert wird. Hierdurch entsteht durch Sauerstoffmangel Schmerz. Ohne Sauerstoff jedoch erfolgt die Energiegewinnung im Stoffwechsel durch einen Stoffwechselweg, bei dem Laktat (Milchsäure), eine starke Säure entsteht. Diese Säuren führen über das Blut zu einer Gefäßverengung, nachfolgend zu einer Lähmung der kleinen Gefäßmuskulatur und zur Erstarrung der roten Blutkörperchen, die dadurch schlechter den notwendigen Sauerstoff transportieren und abgeben können.
Da es keine Diagnose der Migräne gibt, erfolgt eine genaue Beobachtung der Symptome durch Anamnese und das Führen eines Kopfschmerz-Tagebuches.
Kennzeichen der Migräne:
Häufig begleitet von
Das Krankheitsbild ist komplex und bei jedem Menschen verschieden. Am Anfang jeder Migräne-Behandlung muss deshalb eine ärztliche Voruntersuchung klären, ob internistische oder neurologische Krankheiten zugrunde liegen oder ob die Migräne möglicherweise auch medikamenteninduziert ist.
Bei den meisten Migräne-Patienten besteht neben einer familiären Veranlagung eine erhöhte Bereitschaft, auf innere und äußere (Stress-)Reize verstärkt zu reagieren. Ein einzelner Reiz ist jedoch selten der auslösende Faktor eines Migräneanfalls – meist liegt eine Kombination mehrerer Stressoren vor.
Mögliche Migräne-Auslöser:
Nerven und Blutgefäßmuskulatur reagieren falsch
Migräne-Patienten leiden fast immer an einem übersäuerten Organismus. Die Engstellung der Gefäße ist vor allem ein Schutzreflex der Blutgefäßmuskulatur, um das umliegende Gewebe vor übersäuertem, mit Stoffwechselschlacken beladenem Blut zu schützen. Die Gefäße verkrampfen ("weißes Stadium") jedoch dadurch mit der Zeit und halten so auch die notwendigen Nährstoffe von den Geweben fern. Dauert dieser Zustand nun länger an, so tritt bald ein Erschöpfungsstadium ein – die Blutgefäße erschlaffen, und das Blut schießt ein ("rotes Stadium") und staut sich. Bemerkbar macht sich dies vor allem durch den typischen pochenden, pulsierenden Schmerz.