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Nierensteinleiden

Brennessel. Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Krankheitsbild

Nierensteinleiden werden meist mit einer falschen Ernährung - vor allem mit übermäßig viel Fett, Eiweiß und Oxalsäure in Verbindung mit zu wenig Flüssigkeitsaufnahme - in einen Zusammenhang gebracht. Auch Stoffwechselstörungen (Gicht, Diabetes) und Harnsäurestoffwechselstörungen können zu Nierensteinen führen.

Begünstigt werden Nierensteine auch durch Entzündungen der Niere und der ableitenden Harnwege. Nierensteine können die Größe eines Grieß- oder Reiskorns bzw. einer Erbse erreichen und sogar das ganze Nierenbecken ausfüllen („Ausguss-“ bzw. „Korallenstein“).

Die häufigsten Steinleiden sind Harnsäuresteine, Kalziumoxalatsteine, Zystinsteine und Kalziumphosphatsteine.

Bei Harnsäuresteinen liegt das Behandlungsprinzip in der Alkalisierung des sauren Urins (Erhöhung des pH-Werts des Urins).

Bei Kalziumoxalatsteinen muss die Calcium- und Oxalsäureausscheidung vermindert, die Ausscheidung bestimmter Stoffe wie Zitronensäure und Magnesium im Urin erhöht werden.

Bei Zystinsteinen ist eine Alkalisierung wichtig - diese wird vor allem durch alkalisierende Heilwässer bzw. Flüssigkeiten (Kräutertees) und basenüberschüssige Ernährung mit viel Gemüse und Milch, aber wenig Fleisch erreicht.

Bei Kalziumphosphatsteinen schließlich ist eine Ansäuerung des alkalischen Harns angezeigt. Gleichzeitig müssen bestehende Infekte behandelt werden (durch KNEIPP-Maßnahmen und Sanierung von Entzündungsherden).

Nierensteinleiden bereiten oftmals zunächst keine Beschwerden. Erst wenn sie sich im Nierenbecken oder im Harnleiter einklemmen, führt dies zu Nierenkoliken mit starken, krampfartigen Schmerzen, die in den Unterbauch ausstrahlen können und oft von Übelkeit und Erbrechen begleitet sind. Auch ein gesteigerter Harndrang sowie Schmerzen beim Wasserlassen oder auch Harnentleerungsstörungen können dann auftreten. Blutbeimengungen im Urin sind immer ein ernstzunehmender Hinweis auf Harnsteine.

Als Komplikationen von Nierensteinen können Nierenbeckenentzündungen und ein Rückstau von Urin ins Nierenbecken sowie bakterielle Infektionen der Niere auftreten. Diese erfordern eine sofortige ärztliche Behandlung.

basisch; Reaktion einer Lauge
Anfallsweise auftretende, sehr heftige Schmerzen in der Nierengegend – bzw. dem Harnleiter, die auch in die Leisten- und Genitalregion und in die Oberschenkel ausstrahlen können. Eine Nierenkolik wird meist durch einen Harnstein verursacht, der im Harnleiter oder am Ein- oder Ausgang der Harnblase verklemmt hat.
Produkt des Stoffwechsels, das die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung behindert und die Bildung von Nierensteinen fördert. Oxalsäurereiche Lebensmittel sind vor allem Rhabarber, Spinat, Mangold, Kakao.
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