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Darmkrankheiten

Krankheitsbild

Unser körperliches und seelisches Wohlbefinden hängt ganz entscheidend davon ab, wie der Darm funktioniert. Verdauungsstörungen und Darmerkrankungen können mit zahlreichen Beschwerdebildern auftreten und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen: Der „Darm als Wurzel der Pflanze Mensch“ - so der Volksmund - entscheidet häufig über Gesundheit und Krankheit.

Darmkrankheiten wie chronische Entzündungen, Reizdarm, chronische Verstopfung (Obstipation), Verdauungsschwäche (Dyspepsie), Reflux oder Blähungen sind heute ernst zu nehmende Zivilisationskrankheiten. Viele Verdauungsbeschwerden gelten als sogenannte „funktionelle“ Beschwerden, bei denen keine organischen Veränderungen wie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre oder Gallensteine festzustellen sind. Darmleiden, die jedoch über Befindlichkeitsstörungen hinausgehen oder länger dauern, müssen stets vom Arzt – z. B. im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen - abgeklärt werden.

Das Funktionieren des Darmes hängt auch vom vegetativen Nervensystem ab. Zwischen seelischen Belastungen und Darmbeschwerden besteht ein enger Zusammenhang. Umgekehrt leidet aber auch die Stimmung unter einem ständig überforderten, schlappen Darm. So sind seelische Verstimmungen oder Schlafstörungen nicht selten die Folge eines überforderten Stoffwechsels, denn Blähungen nach späten schweren Abendmahlzeiten und schädliche Abbauprodukte können sich auch am Nervensystem auswirken. Eine schlechte Laune oder Müdigkeit am Morgen können damit durchaus die Folge einer späten Abendmahlzeit -  insbesondere von schwer verdaulicher Rohkost - sein: Der Körper muss sich nun auch noch nachts mit der Verdauung herumschlagen, obwohl er seine Energien besser für Entgiftungsvorgänge und die nächtliche Regeneration während des Schlafes eingesetzt hätte.

Alle Abläufe im biologischen Betrieb des Organismus: nach Aufnahme Aufschließung der Nahrung im Magen-Darmkanal, deren Aufnahme in Blut und Zelle. Nach Verbrennung unter Sauerstoffverbrauch Ausscheidung der Endprodukte durch Niere, Darm, Haut, Lunge
dem Willen nicht unterliegendes Nervensystem
Rückfluss, z. B. von Mageninhalt in die Speiseröhre, oder von Harn aus der Harnblase in die Harnleiter
Funktionelle Verdauungsstörung ohne organische Ursache wie z. B. Magengeschwür mit den Anzeichen wie Appetitlosigkeit, Schmerzen und Völlegefühl, Aufstoßen und Sodbrennen, dazu evtl. Durchfall oder Verstopfung. Siehe auch Reizmagen, Reizdarm.
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