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Neurodermitis

Quarkwickel. Foto: © www.bitterechtfreundlich.de

Krankheitsbild

Neurodermitis ist eine Überempfindlichkeit der Haut, die meist mit Allergien in Zusammenhang steht. Auch mit dem vegetativen Nervensystem besteht ein enger Zusammenhang („Neuro“- die Bezeichnung für „Nerven“). Oft ist bei Neurodermitis nur das Versorgungsgebiet eines bestimmten Nervenastes von der Hautveränderung betroffen: Charakteristisch sind dann z. B. nässende Ausschläge an den Beugen der Knie- und Ellenbogengelenke.

Die Krankheit ist anlagenbedingt und macht sich häufig bereits bald nach der Geburt oder im Frühkindesalter bemerkbar. Vielfach bessern sich die Symptome beim Heranwachsen des Kindes, doch sehr oft nimmt die Krankheit einen außerordentlich beschwerlichen und belastenden Verlauf - sowohl für den Patienten als auch für das soziale Umfeld. Neben der kosmetischen Beeinträchtigung treten vor allem Schlafstörungen auf, oft bedingt durch unerträglichen nächtlichen Juckreiz. Zunehmend bricht die Krankheit aber auch erst im Erwachsenenalter aus.

Neurodermitis verläuft in Schüben. Einige Patienten kennen ihre individuellen Auslösemechanismen, etwa bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Stress. Doch erlebt der Betroffene auch immer wieder spontane Verbesserungen, die zudem durch geeignete Maßnahmen wie Wärme- oder Kälteanwendungen wesentlich gefördert werden können.

Die (rein äußerliche) dermatologisch-schulmedizinische Behandlung besteht meist in der Anwendung von kortisonhaltigen Präparaten. Da die Krankheit in den meisten Fällen jedoch chronisch verläuft, wird die dermatologische Behandlung auch dauerhaft durchgeführt - mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen. So leiden junge Frauen als Folge einer dauerhaften und großflächigen Kortisonbehandlung unter erhöhter Infektanfälligkeit, und es sind sogar Fälle bekannt, in denen es zu Spontanbrüchen gekommen ist, die durch Knochen-Entmineralisierungen verursacht wurden.

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