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Angina pectoris

Krankheitsbild

Mit Angina pectoris (lat. angere, ‚verengen’) werden plötzlich auftretende, starke Schmerzen hinter dem Brustbein oder in der linken Brustseite bezeichnet. Sie können von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten anhalten und sind mit Vernichtungsgefühl, Beklemmung und Todesangst verbunden. Häufig strahlen die Schmerzen auch in den linken Arm, in Hals, Unterkiefer und Oberbauch aus.

Die Anfälle sind Symptom der koronaren Herzkrankheit bzw. der Arteriosklerose. Ausgelöst werden können sie durch Aufregung, Anstrengung, Kälte, aber auch durch unverträgliche, schwer verdauliche Mahlzeiten (Roemheld-Syndrom).

Es werden mehrere Erscheinungsformen unterschieden: Bei einer stabilen Angina pectoris tritt immer der gleiche Schmerzcharakter auf, der sich durch die Anwendung von Nitroglyzerin beseitigen lässt.

Treten die Anfälle nur bei Anstrengung auf, bezeichnet man sie auch als Belastungs-Angina.

Bei einer instabilen Angina pectoris hingegen nimmt die Häufigkeit und Dauer der Anfälle sowie die Schmerzintensität zu; auch treten die Schmerzen häufig ohne körperliche Belastung auf (Ruhe-Angina), und Medikamente tragen nur noch verzögert zu einer Besserung der Beschwerden bei. Eine instabile Angina pectoris bedeutet höchste Herzinfarktgefahr - hier muss sofort der Arzt benachrichtigt werden.

Ein akuter Angina-pectoris-Anfall kann anhand der Symptome meist nicht von einem Herzinfarkt unterschieden werden. Hier ist ärztliche Soforthilfe angezeigt. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt verbietet sich jegliche Selbstbehandlung - die Notrufnummer sollte an gut auffindbarer Stelle stehen oder auf das Telefon aufgeklebt sein.

Aderverhärtung, Arterienverkalkung
Der Internist Ludwig Roemheld (1871-1938) beschrieb, dass Patienten, die blähende Lebensmittelmittel wie Hülsenfrüchte, Zwiebeln oder andere schwere Gerichte gegessen hatten, über Symptome ähnlich eines Herzinfarktes klagten. Gase haben hier einen Druck auf die Organe im Oberkörper ausgeübt und Magenschmerzen, Übelkeit und Herzbeschwerden bis zu Herzenge (Angina pectoris) ausgelöst.
Bezeichnung für Herzerkrankungen, die durch eine Einengung oder durch den Verschluss der Herzkranzarterien entstehen.
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