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Waschungen

© Foto: www.bitterechtfreundlich.de

Anwendung

Die Kneipp-Waschungen zählen neben dem Luftbad und dem Trockenbürsten zu den mildesten Anwendungen der Wassertherapie nach KNEIPP.

Mit einem Waschungstuch oder Waschhandschuh wird ein dünner Wasserfilm auf den gesamten (warmen!) Körper (Ganzwaschung) oder bestimmte Körperabschnitte (Unterkörper, Oberkörperwaschung) aufgetragen.

„Es ist also das Waschen mit kaltem Wasser ein Mittel für die Kinder, um sie gesund und frisch zu erhalten oder gesund und frisch zu machen; es ist ein sicheres Hilfsmittel für alle Schwächlinge, die größere Anwendungen nicht ertragen können, sowie für alle Schwerkranken […]. Geradeso ist es auch von großem Werte für das höchste Alter.“ (S. Kneipp)

Wirkung der Waschungen:

Die zumeist kalt oder temperiert (zimmerwarm) durchgeführten Waschungen führen nach einer anfänglichen Gefäßverengung zu einer Gefäßerweiterung mit einem angenehmen Wärmegefühl (Vasomotorentraining). Bei regelmäßiger Anwendung bewirken sie:

  • eine Harmonisierung des vegetativen Nervensystems stabilisieren den Wärmehaushalt (wichtig zum Beispiel bei rheumatischen Krankheiten) und damit das Immunsystem.
  • verbessern, die allgemeine Abwehr gegen Infektionskrankheiten
  • und können als gezielte örtliche Maßnahmen
    - verdauungsfördernd
    - schlaffördernd
    - oder auch zur Fiebersenkung (bei Kleinkindern anstelle von Wadenwickeln)

angewendet werden.

Waschungen werden meist mit klarem Wasser durchgeführt. Zum Schutz des Säuremantels der Haut kann Essig beigegeben werden. Eine gezielte Wirkungsverstärkung ist auch durch Zusätze von Salz oder Kräuterabkochungen möglich.

Zeiten für Waschungen:

Die günstigsten Tageszeiten für Waschungen sind frühmorgens (5 Uhr) als Teil- oder Ganzwaschung bzw. abends als Einschlafhilfe (Unterkörperwaschung, Leibwaschung).

Wirkungsverstärkung durch Nichtabtrocknen:


„Also die Abwaschung ohne Abtrocknen bewirkt eine raschere und stärkere Wärme […].“ (S. Kneipp)

Wird das Wasser nach der Anwendung nicht abgetrocknet, wird die Wirkung verstärkt, da durch die eintretende Verdunstungskälte die Reizstärke erhöht wird.

der Anteil des Nervensystems, der nicht dem Willen unterliegt (autonomes Nervensystem), für die Regelung der Lebensfunktionen (z. B. Atmung, Herztätigkeit, Stoffwechsel usw.) zuständig ist und durch das Bewusstsein nur schwer (beispielsweise durch Autogenes Training, Yoga usw.) zu beeinflussen ist. Durch verschiedene KNEIPP-Anwendungen kann das vegetative Nervensystem harmonisiert und stabilisiert werden.
Lesen Sie mehr über die Grundlagen.
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