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Salbei - Salvia officinalis

Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Pflanze

Salbei ist eine vielgerühmte Heilpflanze, die bereits im Altertum genutzt wurde.

Der Name leitet sich vermutlich von lat. salvus, ‚gesund’, ab. Die Pflanze wirkt entzündungswidrig, antibakteriell („natürliches Antibiotikum“), zusammenziehend (adstringierend) und kann unterstützend bei Magen-Darmbeschwerden (Verdauungsstörungen, Blähungen, leichte Durchfallerkrankungen) sowie gegen übermäßige Schweißbildung (Wechseljahresbeschwerden, Nachtschweiß) helfen. Wissenschaftlich nachgewiesen ist vor allem die entzündungs- und bakterienhemmende Wirkung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum.


„Hauptanwendungsgebiete sind die entzündlichen Veränderungen in Mund, Gaumen, Rachen, Zahnfleischblutungen und -eiterungen.“ (S. Kneipp)
 

Er selbst zog den Salbei darüber hinaus auch zur Behandlung von Stoffwechselstörungen wie Gicht, Rheumatismus und Fettsucht heran.


„Wer ein Gärtchen beim Hause hat, wird, wenn er es neu anlegt, den Salbeistock nicht vergessen […].“ (S. Kneipp)

Salbei stammt aus der Familie der Lippenblütler und ist im Mittelmeerraum beheimatet. Es gibt über 900 Arten, wobei zahlreiche davon nicht arzneilich, sondern als Gewürz- oder Zierpflanzen im Garten genutzt werden - darunter auch der leuchtend rot blühende Prachtsalbei (Salvia splendens).


„[…] er [der Salbei] ist eine hübsche Zierpflanze.“ (S. Kneipp)

Als stark aromatisches Mittelmeergewürz passen frische Salbeiblätter vor allem zu Pasta, Eintöpfen und Fleischgerichten („Saltimbocca“).

Bestandteile und Inhaltsstoffe:

Arzneilich genutzt werden vor allem die Blätter, seltener auch die Blüten. Die Blätter enthalten ätherische Öle mit den Hauptbestandteilen Thujon, Cineol und Kampfer, Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoiden, die als pflanzliches Antibiotikum bakterien- und virenhemmend sowie zusammenziehend (adstringierend), verdauungsfördernd und schweißhemmend wirken.

Wirkungen:

  • antibakteriell, pilz- und virenhemmend (fungi- und virostatisch)
  • zusammenziehend (adstringierend)
  • sekretionsfördernd
  • schweißhemmend
Wasserdampfflüchtige Öle, welche zumeist aus einer Vielzahl von Komponenten zusammengesetzt sind und häufig einen intensiven, charakteristischen Geruch aufweisen. Ätherische Öle werden in der Regel gut über die Haut und Schleimhäute aufgenommen, auch beim Einatmen können sie ihre Wirksamkeit entfalten (z. B. Inhalation, Dämpfe, Wickelzusätze).
Wörtlich: gegen das Leben gerichtete Arzneimittel, Arzneistoffe (synthetisch, aus Pilzen, Bakterien), die gegen krankmachende Bakterien oder deren Gifte gerichtet sind, können Bakterien in der Entwicklung hemmen oder abtöten (siehe auch abakteriell, antibakteriell)
bitter schmeckende pflanzliche Inhaltsstoffe, die eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung haben können. Intensiv bitter schmeckende Substanzen sind z. B. Chinin oder Koffein
große Gruppe von meist gelb gefärbten pflanzlichen Wirkstoffen, die ein großes Spektrum gesundheitsfördernder Wirkungen besitzen. Sie haben allgemein antientzündliche Effekte und können freie Radikale binden.
Substanzen pflanzlicher Herkunft, die Kollagen und Eiweiße binden können. Sie wirken zusammenziehend (gerbend), entzündungshemmend und austrocknend. Mit Gerbstoffen kann tierische Haut in Leder umgewandelt werden
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