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Melisse - Melissa officinalis; Zitronenmelisse

Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Pflanze

Die Melisse wird bereits seit der Antike als Heilpflanze verwendet. Der botanische Name „melissa“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet ‚Biene’ (entlehnt aus grch. melissóphyllon, ‚Bienenkraut’), da die Pflanze während der Blüte gern von Bienen aufgesucht wird. Doch nicht nur für Bienen stellt sie „ein Labsal“ (Johann Gottfried von Herder) dar - wissenschaftlich nachgewiesen ist auch die beruhigende Wirkung der Melisse bei Unruhezuständen, Schlafstörungen, nervös bedingten Herzbeschwerden (daher auch der Name Herzkraut oder Herztrost) sowie Magen-Darm-Beschwerden. Auch die Anwendung bei Lippenbläschen (Herpes simplex) ist inzwischen anerkannt.

Bereits im Mittelalter wurde in den Klöstern ein alkoholischer Auszug aus der Melisse hergestellt. Der heute bekannte „Klosterfrau Melissengeist“ wurde 1611 von den Karmeliterinnen kreiert.

Die Melisse findet darüber hinaus auch als Gewürzpflanze in der Küche Verwendung - hier werden die frischen Blätter mit ihrem zarten Zitronenaroma vor allem Salaten oder Quarkspeisen beigefügt. Melissentee ist besonders wohlschmeckend und eignet sich auch zusammen mit Pfefferminze als erfrischendes Sommergetränk.

Bestandteile und Inhaltsstoffe:

Arzneilich verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter. Diese werden kurz vor der Blüte geerntet, da zu diesem Zeitpunkt der Duft des ätherischen Öls am intensivsten ist. Hauptinhaltsstoffe sind unter anderem Citronellal und Citral, daneben auch Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide.


„Umsonst hat uns der Schöpfer all die wunderbaren Pflanzen und den Verstand nicht gegeben.“ (S. Kneipp)

Wirkungen:

  • beruhigend
  • entblähend
  • krampflösend
  • schwach bakterien- und virenhemmend

bitter schmeckende pflanzliche Inhaltsstoffe, die eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung haben können. Intensiv bitter schmeckende Substanzen sind z. B. Chinin oder Koffein
große Gruppe von meist gelb gefärbten pflanzlichen Wirkstoffen, die ein großes Spektrum gesundheitsfördernder Wirkungen besitzen. Sie haben allgemein antientzündliche Effekte und können freie Radikale binden.
Substanzen pflanzlicher Herkunft, die Kollagen und Eiweiße binden können. Sie wirken zusammenziehend (gerbend), entzündungshemmend und austrocknend. Mit Gerbstoffen kann tierische Haut in Leder umgewandelt werden
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