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Krankengymnastik

Foto: Kneipp-Bund e.V.

Methode

Prinzip der Krankengymnastik ist die Übungsbehandlung zur Erhaltung, Wiederherstellung oder Verbesserung der Beweglichkeit des aktiven und passiven Bewegungsapparates und entsprechender Koordinationszentren (kontrolliertes Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen bei der Bewegung) ebenso wie die Verbesserung und Funktionserhaltung der Tätigkeit der Organe einschließlich geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Organernährung (Trophik).

Die Krankengymnastik wird unterteilt in:

1. Passive Maßnahmen durch

  • Lagern
  • Bewegen
  • Strecken (Traktion)
  • Schüttelungen und manuelle Mobilisationen

2. Aktive Behandlungstechniken durch

  • dynamische, isometrische Techniken
  • Schulung (z. B. postoperative Gehschulung, Schulung bei Haltungsfehlern)
  • Einübung kompensatorischer Bewegungstechniken
  • Bewegungstechniken auf neurophysiologischer Grundlage

3. Spezielle Behandlungstechniken

  • Klappsches Kriechen
  • Skoliosebehandlung nach Niederhöffer, Gocht, Gessner, Schroth
  • Geburtsvorbereitung
  • Säuglingsgymnastik (nach Neumann, Neurode, Kabat, Bobath, Vojta)
  • Atemtherapie 

Voruntersuchungen beinhalten die klinische Untersuchung, Herz-Kreislauf-Diagnostik (Blutdruck, Pulsfrequenz, EKG, Ergometrie) und Laboruntersuchungen (Blutsenkungsgeschwindigkeit BSG, Blutbild), Funktionsdiagnostik.

Wenn man Blut in ein Glasrohr füllt und es stehen lässt, dann sinken die festen Blutbestandteile nach unten und es bleibt ein klarer Überstand (das so genannte Plasma). Die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, misst man in Millimeter/Stunde und bezeichnet sie als Blutkörperchen-Senkungs-Geschwindigkeit (BSG). Die BSG kann bei den unterschiedlichsten Erkrankungen erhöht sein, am häufigsten ist sie ein Hinweis auf eine Entzündung oder seltener auch auf Tumore.
(Elektrokardiogramm) elektrische Herzstromkurve
krankengymnastisches Behandlungsverfahren, das zur Behandlung spastischer Lähmungen infolge eines frühkindlichen Hirnschadens (infantile Zerebralparese) sowie zur Verhinderung bzw. Abschwächung von spastischen Lähmungen nach einem Schlaganfall eingesetzt wird.
Belastungs-EKG – die vor, während und nach einer körperlichen Belastung aufgezeichnete Herzstromkurve
Bezeichnung für die Spannungsänderung des Muskels bei gleich bleibender Länge der Muskelfasern (siehe Atrophie, Frührehabilitation)
Ausgleich (einer verminderten bzw. gestörten Organfunktion)
Maßnahmen, die der Bewegungsförderung und Aktivierung von in ihrer Bewegungsfähigkeit (vorübergehend oder dauerhaft) eingeschränkten Menschen dienen.
krankengymnastische Behandlungsmethode, mit der bestimmte Bewegungsmuster trainiert werden. Die Vojta-Therapie wird vor allem in der Kinderneurologie (z. B. infolge eines frühkindlichen Hirnschadens) angewandt. Ziel ist das Hervorrufen bestimmter Bewegungsabläufe, die durch Reflexe ausgelöst werden - Reflexkriechen). Unter anderem soll damit das Zusammenspiel der Muskeln gefördert werden.
nach der Operation
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