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Knoblauch - Allium sativum

Foto: Kneipp-Bund e.V.

Pflanze

Knoblauch gehört wie die Zwiebel, Schnittlauch und Bärlauch zu den Zwiebel- und Lauchgewächsen (Alliaceae). Die (Haupt-)Zwiebel des Knoblauchs ist von mehreren Zehen (Nebenzwiebeln) umgeben - der botanische Name Allium sativum bedeutet sprachgeschichtlich auch ‚der in Zehen gespaltene Lauch’.

Charakteristisch sind der Geruch und der scharfe Geschmack, die auf das ätherische Öl zurückzuführen sind. Dessen Hauptsubstanz ist Alliin, dem - zusammen mit anderen Bestandteilen des Knoblauchs - eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben wird. Das ätherische Öl ist wirksam bei Magen-Darm-Beschwerden sowie Erkältungen, denn es hat vor allem eine sekret- und krampflösende sowie desinfizierende Wirkung im Bereich der oberen Atemwege, es senkt den Cholesterinspiegel und erhöhten Blutdruck, fördert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung und kann so auch Arteriosklerose vorbeugen. Daneben wurde auch eine schwach blutzuckersenkende Wirkung nachgewiesen.

Knoblauch wird bereits seit frühester Zeit als Arznei- und Gewürzpflanze eingesetzt: Im alten Ägypten erhielten die am Bau der Pyramiden beschäftigten Arbeiter regelmäßig Knoblauch, um ihre Gesundheit und Leistungskraft zu erhalten. Seit dem Mittelalter wurde Knoblauch im Volksbrauch auch über Türen und Fenstern angebracht. Man hoffte, dass er durch seinen intensiven Geruch Vampire, Dämonen und selbst die Pest vertreiben würde. Knoblauch galt seit jener Zeit aber auch als Volksnahrung: Sein Geruch verriet den Mann des Volkes, weshalb er von der höheren Schicht abgelehnt wurde. So war zum Beispiel auch dem Dichterfürsten Goethe Knoblauch - neben Tabakrauch und Wanzen - „zuwider“. Zahlreiche Gerichte der Mittelmeerküche - Pasta, Saucen, Eintöpfe, Salate, Fleischspeisen - sind ohne Knoblauch kaum denkbar und werden durch „jene Schüsseln erst recht schmackhaft“, wie auch der dem Knoblauch alles andere als wohlgesonnene Goethe während einer Frankreichreise anerkennen musste.

Das ätherische Öl wird, nachdem es vom Organismus aufgenommen wurde, mit der Atemluft sowie über die Haut als schwefelhaltiges Abbauprodukt wieder ausgeschieden - wodurch sich die „Knoblauchfahne“ erklärt.

Bestandteile und Inhaltsstoffe

Verwendet wird die Knoblauchzehe - diese wird ab dem Hochsommer geerntet und enthält als Hauptwirkstoffe Alliin, Saponine, Flavonoide, Vitamine und Spurenelemente (darunter Selen). Diese Inhaltsstoffe können unter anderem Bakterien und Pilze bekämpfen und das Blut verdünnen. Knoblauch hat außerdem eine leicht fett- und cholesterinsenkende Wirkung.

Wirkungen:

  • durchblutungsfördernd
  • blutverdünnend
  • fett- und cholesterinsenkend
  • antimikrobiell (gegen Bakterien und Pilze)
  • leberschützend durch antioxidative Eigenschaften
  • normalisierend auf die Bakterienflora des Darmes
  • mild blutdrucksenkend


„Wir wissen gar nicht, wie viel Segen uns Gott in den mancherlei Pflanzen und Kräutern gegeben hat, darum schätzen wir sie auch so wenig.“ (S. Kneipp)

große Gruppe von meist gelb gefärbten pflanzlichen Wirkstoffen, die ein großes Spektrum gesundheitsfördernder Wirkungen besitzen. Sie haben allgemein antientzündliche Effekte und können freie Radikale binden.
Wirkstoffe, die in Verbindung mit Wasser seifenähnlichen Schaum bilden. Ödeme wirken schleimlösend, harntreibend und gegen Mikroben (u. a. in Efeu, Rosskastanie, Süßholz)
lebensnotwendige, sehr aktive Wirkstoffe, die im Körper nur teilweise hergestellt werden können und somit in der Nahrung enthalten sein müssen. Neben ihrer Bedeutung für den Stoffwechsel bieten etliche Vitamine (A, C, E, teilweise auch B6) Schutz vor Allergien, möglicherweise auch Krebs. Wie bei Mineralstoffen und Spurenelementen ist jedoch eine Substitution nicht so sinnvoll wie eine Vitaminversorgung über eine ausgewogene und an weiteren Bio-Aktivstoffen reiche Ernährung. Vitamine werden grob eingeteilt in wasser- und in fettlösliche.
Spurenelemente (Eisen, Jod, Kobalt, Fluor, Zink, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Chrom) kommen im Körper nur in sehr geringen Mengen vor. Spurenelemente sind bei der Bildung verschiedener Enzyme und Stoffwechselvorgänge erforderlich
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