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Heublumensack

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Anwendung

Der Heublumensack gilt als das „Schmerzmittel der Naturheilkunde“ – er wirkt durch die ätherischen Öle der Heublumen und Heusamen durchblutungsfördernd, krampflindernd und leicht hautreizend. Er findet seine Anwendung sowohl im Bereich des Bewegungsapparates (Muskelverspannungen, Arthrose, Rheuma) als auch des Verdauungstraktes (Blähungen, Reizmagen, Reizdarm, Verkrampfungen), ferner im Bereich der Nieren und Harnwege. Der Heublumensack wirkt örtlich sowie in die Tiefe reflektorisch auf die darunterliegenden Organe (siehe Head’sche Zonen).

Wirkung:

  • entkrampfend und entspannend
  • durchblutungsfördernd
  • stoffwechselanregend
  • beruhigend
  • schmerzlindernd

„Die Heublumen müssen vielmehr von solchem Grase genommen werden, welches möglichst viele verschiedenen Kräuter enthält, so wie es in der Umgebung von Wörishofen wächst, also von trockenen Wiesen oder noch besser von Höhen-, Gebirgs- und Alpenwiesen.“ (S. Kneipp)





© Dr. Bachmann

Wasserdampfflüchtige Öle, welche zumeist aus einer Vielzahl von Komponenten zusammengesetzt sind und häufig einen intensiven, charakteristischen Geruch aufweisen. Ätherische Öle werden in der Regel gut über die Haut und Schleimhäute aufgenommen, auch beim Einatmen können sie ihre Wirksamkeit entfalten (z. B. Inhalation, Dämpfe, Wickelzusätze).
nach dem Neurologen H. Head (1861-1940) Reflexzonen, auf denen Erkrankungen von inneren Organen durch Überempfindlichkeitsreaktionen bestimmter Hautgebiete erkennbar werden (viszerokutaner Reflex)
auf einen bestimmten Reiz hin regelmäßig eintretende, vom Willen und Bewusstsein unabhängige Reaktion
Kurzbezeichnung für Rheumatismus. Unter dem Begriff Rheuma versteht man im Allgemeinen alle Erkrankungen und Beschwerden, die den Bewegungsapparat, also Muskeln, Knochen, Gelenke, Sehnen und Bindegewebe betreffen. Das Wort „Rheuma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „fließen“ Bereits vor 2000 Jahren stellte man sich unter Rheuma schleimige Ströme vor, die vom Kopf in die fernen Körperteile fließen und dabei Krankheiten auslösen. Heute wird Rheuma mit dem fließenden Charakter ausstrahlender Schmerzen und Beschwerden, die von Gelenk zu Gelenk wandern, verstanden. Der Rheumatische Schmerz kann durch sehr unterschiedliche Krankheiten verursacht werden. Die rheumatischen Erkrankungen kann man in vier große Hauptgruppen unterteilen: 1. Entzündliche Erkrankungen wie die Arthritis, z.B. die rheumatoide Arthritis (RA oder PCP) oder der Morbus Bechterew. 2. Degenerative Erkrankungen (Abnutzungs- und Verschleißerkrankungen) wie die Arthrose oder Bandscheibenschäden. 3. Erkrankungen der so genannten Weichteile wie die Fibromyalgie 4. Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden wie die Gicht. Am häufigsten sind Gelenkerkrankungen durch Verschleiß und Erkrankungen der Weichteile. Bei Verschleißerkrankungen bleibt das Gelenk trotz Schmerzen meist über viele Jahre funktionsfähig, bei einer Gelenkentzündung hingegen kann das betroffene Gelenk innerhalb kurzer Zeit vollständig zerstört werden. Jede Erkrankung aus diesen Gruppen hat einen eigenen, typischen Krankheitsverlauf mit unterschiedlich starker Beeinträchtigung des Bewegungsapparates. D.h. die Ursachen und die Entstehung sind je nach Art der rheumatischen Erkrankung, also von „Rheuma zu Rheuma“, sehr unterschiedlich. Daher muß jedes Krankheitsbild für eine angemessene Dauer mit dafür geeigneten Maßnahmen z.B. Naturheilmitteln und - verfahren und Medikamenten behandelt werden.
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