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Efeu - Hedera helix

Foto: Dr. Hans Horst Fröhlich

Pflanze

Efeu ist ein kletternder oder kriechender Strauch aus der Familie der Araliengewächse. Er rankt sich mit seinen Hafttrieben um alles, was es ihm ermöglicht, nach oben – ans Licht – zu gelangen.

Die immergrüne Pflanze hat auch eine lange kulturgeschichtliche Tradition: Im Altertum war Efeu den Göttern geweiht, und Christen bepflanzen noch immer Grabstätten mit Efeu als dem Symbol der Widerauferstehung. Efeu gilt darüber hinaus auch als ein Symbol für Treue und Freundschaft:

„Efeu und ein zärtlich Gemüt
Heftet sich an und grünt und blüht.
Kann es weder Stamm noch Mauer finden,
Es muß verdorren, es muß verschwinden.“

(Goethe)

Die Pflanze kann bis zu 20 Meter hoch und 450 Jahre alt werden. Als Arzneipflanze wurde sie zuerst von Hildegard von Bingen erwähnt. Bekannt war allerdings auch, dass die Pflanzenteile des Efeus giftig – die Beeren sogar stark giftig – sind. In der Heilkunde werden deshalb nur die dunkelgrünen Blätter verwendet. Wissenschaftlich anerkannt wurde inzwischen, dass Efeu schleimlösend und krampflösend auf die Bronchialmuskulatur wirkt, weshalb die Pflanze vor allem bei Katarrhen, Husten, Reizhusten und Keuchhusten sowie Bronchitis eingesetzt wird.

„Seht so großes kann ein einfach Kräutlein bewirken; wir gehen daran vorüber und beachten es kaum oder nicht. Jedes einzelne Kräutlein hat seine eigene individuelle Wirkung.“ (S. Kneipp)

Bestandteile und Inhaltsstoffe

Verwendet werden die Blätter und Triebspitzen. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen Saponine, die eine auswurffördernde Wirkung haben, und Flavonoide, die sekret- und krampflösend wirken. Einige Inhaltsstoffe der Efeublätter können außerdem das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen hemmen.

Wirkungen:

  • schleimlösend und auswurffördernd
  • krampflösend in den oberen Atemwegen
  • haut- und schleimhautreizend





© Dr. Bachmann

große Gruppe von meist gelb gefärbten pflanzlichen Wirkstoffen, die ein großes Spektrum gesundheitsfördernder Wirkungen besitzen. Sie haben allgemein antientzündliche Effekte und können freie Radikale binden.
Wirkstoffe, die in Verbindung mit Wasser seifenähnlichen Schaum bilden. Ödeme wirken schleimlösend, harntreibend und gegen Mikroben (u. a. in Efeu, Rosskastanie, Süßholz)
Gruppe sehr kleiner Krankheitserreger. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und Energiehaushalt und sind auf eine Wirtszelle angewiesen (z.B. menschliche, tierische oder pflanzliche Zellen, Bakterien), um sich weiter vermehren zu können. Durch Viren hervorgerufene Krankheiten sind z.B. Schnupfen, Mumps, Pocken, Masern, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche, Rinder-, Schweine, Hühnerpest, Tollwut sowie zahlreiche Pflanzenkrankheiten
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