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Aschner-Therapie

Aus der Humoralmedizin bzw. –pathologie, die auf die Säftelehre des Hippokrates zurückgeht, entwickelte der Wiener Gynäkologe B. Aschner (1886-1960) Methoden, um pathologische „Säfte“ ab- bzw. auszuleiten. Die moderne Naturheilkunde führt deren Wirkung auf eine Beeinflussung des Lymphsystems zurück, einem wichtigen Pfeiler des Immunsystems, das wiederum an der Krankheitsentstehung (Pathogenese) vieler Krankheiten, z. B. der rheumatoiden Arthritis, verantwortlich ist. Die Verfahren werden u. a. unterteilt in Purgation (Ableitung über den Magen-Darm-Trakt), diuretische Maßnahmen (Ableitung über die Niere), diaphoretische Maßnahmen (Ableitung über die Haut), exanthemische Verfahren (Beeinflussung des Lymphsystems) oder blutentziehende Techniken wie Aderlass und Schröpfen. Auch Brechverfahren sowie emmenagoge Verfahren gehörten zur Erfahrungsmedizin bei Aschner und wurden teils mit gutem Erfolg bei Chronischen Krankheiten eingesetzt (Syn.: ausleitende Verfahren)
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